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P R E S S E M I T T E I L U N G
07.09.04
Nach über 50 Jahren: Piloty kehrt ins Rathaus zurück!
Karl von Pilotys Gemälde "Monachia - die Geschichte Münchens" ist an den Ort zurückgekehrt, für den der Maler es eigens geschaffen hat. Vier Jahre nachdem der Grüne Fraktionsvorsitzende Siegfried Benker den Antrag gestellt hat, wurde die riesige Leinwand heute an der Wand des Großen Rathaussaales angebracht. Ab Ende September wird es nach über fünfzig Jahren wieder der Öffentlichkeit zugänglich sein.
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Nach langen und schwierigen Debatten beschloss der Stadtrat im Jahr 2000 mit der knappest möglichen Mehrheit von 41: 40, das Gemälde restaurieren und an seinem historischen Ort zurückbringen zu lassen. Die Kosten hierfür belaufen sich auf ca. 900.000 Euro.
Nach vier Jahren Vorarbeiten und Restaurierung ist es jetzt soweit: Während der Sommerpause wird das Gemälde mit den Ausmaßen von ca. 16 x 4 Metern im Großen Sitzungssaal angebracht. „Die Monachia Die Geschichte Münchens“ ist die kulturhistorisch bedeutendste Darstellung Münchner Bürgergeschichte. 128 Personen aus der Stadtgeschichte sind mit vielfältigsten Bezügen um eine „Monachia“ versammelt dem kommunalen Gegenstück zur „Bavaria“. Das Bild ist eine Manifestation des erstarkten Bürgerwillens gegenüber den Wittelsbachern - lässt Piloty doch frech die Wittelsbacher undeutlich im Hintergrund verschwinden. Eine Tatsache, die das Königshaus so erboste, dass im Kleinen Sitzungssaal die Welt wieder in Ordnung gebracht werden musste: Dort kniet die Monachia wieder vor Ludwig I.
Siegfried Benker: „Das Bild wurde vor exakt 125 Jahren, am 21.Juli 1879, zum erstenmal im Rathaus angebracht und der Öffentlichkeit gezeigt. Das Piloty-Bild ist ein Kernstück des Neuen Rathauses und wird es auch in Zukunft wieder werden. Die Personen und vielfältigen Bezüge auf dem Bild vermitteln dem Betrachter knapp 700 Jahre Stadtgeschichte. Nirgends wird die Vielfalt Münchner Geschichte so deutlich dargestellt wie auf diesem Bild. Dass es jetzt zurückkehrt ist ein Glücksfall für die Denkmalpflege und die Kulturgeschichte Münchens. Dies rechtfertigt auch die zugegebenermaßen hohen Kosten.“
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